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Bergsteigerdorf

Unser Weg zum Bergsteigerdorf


Steinberg war schon immer auf einen sanften Tourismus ausgerichtet. Die vielen, kleinstrukturierten Betriebe in Familienhand haben seit jeher mit großer Gastfreundschaft und Herzlichkeit Gäste zur Sommerfrische und zum Wintersport beherbergt. Die himmlische Ruhe und die unverbrauchte Natur waren und sind das zentrale Motiv unserer Gäste, um nach Steinberg zu kommen.

Zur Absicherung dieses gewachsenen Weges hat der Gemeinderat im Februar 2017 einen Wertekatalog beschlossen. Er ist aus dem zweiten Steinberger BürgerInnen-Rat heraus entstanden. Seither bewerten wir auf dieser Grundlage alle neuen Projekte und Entwicklungen, ob diese zu Steinberg passen.
Übrigens: im Jahr 2012 hat Steinberg als eine der ersten Gemeinden Tirols die offene Bürgerbeteiligung eingeführt.

Auch der Impuls für unsere Antragstellung zur Aufnahme als Bergsteigerdorf kam aus der Bevölkerung. Nach einem Vorgespräch mit dem ÖAV, der die Bergsteigerdörfer zertifiziert, wurde im Herbst 2018 ein Impulsvortrag von Dr. Roland Kals (Mitbegründer und „Architekt“ der Initiative Bergsteigerdörfer) und Mag. Marion Hetzenauer (ÖAV, Abteilung Raumplanung und Naturschutz, Aufgabenbereich Bergsteigerdörfer) in Steinberg durchgeführt. Von diesem Thema fasziniert wurde noch am selben Abend ein Bürgerausschuss gegründet, der sich um die Bewerbung als Bergsteigerdorf kümmerte.

Bei der Vorbereitung der Bewerbung schauten wir auch über den eigenen Tellerrand hinaus und besuchten in einer Exkursion die Bergsteigerdörfer St. Jodok, Vals und Schmirn. Die Erfahrungen und Anregungen von außen halfen uns sehr, unsere Stärken und Defizite besser einschätzen zu können. Wir haben uns im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses intensiv mit den geforderten Kriterien (Tourismusqualität, Alpinkompetenz, Ortsbildqualität, Landschaftsqualität, Mobilitätsqualität und Kooperationsqualität) beschäftigt. Wir haben Positives verstärkt und gleichzeitig versucht, unsere Defizite zu verbessern. Zum Beispiel bei der Nahversorgung ist es uns gelungen, mit der Eröffnung des Bergsteigerladens im neurenovierten Gemeindehaus im Juli 2020 einen ganz wichtigen Impuls zu setzen. Das Sortiment ist speziell auf die Bedürfnisse von Wanderer und Bergsteiger abgestimmt. Auch für die Einheimischen ist der Bergsteigerladen ein willkommenes Zusatzangebot.

Auch mit allen touristischen Leistungsträgern und Betriebe haben wir uns mehrfach zusammengesetzt und sie zum Thema „Bergsteigerdorf“ informiert. Viele Betriebe haben schon während der Bewerbungsphase ihr Interesse bekundet, Bergsteigerdorf-Partnerbetrieb werden zu wollen.

Am 27. November 2020 war es dann soweit: 

Im Rahmen einer Videokonferenz präsentierten wir uns vor der internationalen Steuerungsgruppe der Bergsteigerdörfer. Hedi Saitner, die gemeinsam mit ihrem Mann Uli die Idee, ein Bergsteigerdorf zu werden, an die Gemeinde Steinberg herangetragen hat, und ich stellten den rund 30 Jurymitgliedern die Gemeinde Steinberg in allen Facetten vor und erläuterten dabei ausführlich, warum Steinberg unbedingt Bergsteigerdorf werden möchte. In der anschließenden Fragerunde konnten sämtliche Fragen der Jurymitglieder zufriedenstellend beantwortet werden. Nach kurzer Beratung verkündete die Jury, dass Steinberg als neues Bergsteigerdorf aufgenommen wird. 

Die Jury hob besonders hervor:
- den Bürgerbeteiligungsprozess und die Team-Arbeit während der Bewerbungsphase
- die grenzüberschreitende Kooperation mit dem Bergsteigerdorf Kreuth
- das Naturjuwel Steinberg als letztes Rückzugsgebiet zwischen den Großräumen München und Inntal, treffend bezeichnet als „das schönste Ende der Welt“

Vielen herzlichen Dank an ALLE die mitgearbeitet und uns unterstützt haben, dieses wichtige Ziel zu erreichen.

Wir sind stolz, dass wir diesen Meilenstein für Steinberg geschafft haben. Mit dem Prädikat „Bergsteigerdorf“ wollen wir natürlich auch einen touristischen Impuls setzen, aber einen,
- der wirklich zu uns passt und
- mit dem sich die Steinbergerinnen und Steinberger identifizieren können.

Dieser Impuls soll für Steinberg gute Entwicklungschancen im Einklang mit der Natur und unseren Werten bieten. Neben dem touristischen Mehrwert sehen wir vor allem auch eine weitere Stärkung der Dorfgemeinschaft und des Zusammenhalts. Wir wollen bestehende Kooperationen ausbauen und neue Verbindungen eingehen. Am Ende geht es immer um unsere Identität, dass wir uns so weiterentwickeln und einen Weg einschlagen, der zu 100 % zu Steinberg und seinen Bewohnern passt.

Wir sind bereit, die Bühne der Bergsteigerdörfer zu bespielen!

Aktuelles

 

Podcast Folge #Drei: Mit Ralf Dujmovits durch Steinberg am Rofan

Bergsteiger Ralf Dujmovits war und ist viel in der Welt unterwegs. Aber hier war der erfolgreichste deutsche Höhenbergsteiger noch nie. In Steinberg am Rofan. „Am schönsten Ende der Welt“, wie die Einheimischen gerne sagen. Wobei, das sei alles eine Frage der Perspektive, findet Steinbergs Bürgermeister Helmut Margreiter. „Vielleicht ist es ja auch der schönste Anfang.“ Dass man es in dem 300-Seelenort gut aushalten kann, merkt Alpinist Ralf Dujmovits sehr schnell. „Wenn du hier mit dem Auto von Achenkirch ins das Hochtal einbiegst, öffnet sich die Landschaft. Alles wird ganz ruhig, ganz still, einfach schön.“

 

HIER gibt es den Podcast zum Nachhören

 

 


 

Im Rahmen der Beitrittsfeier wurde am 19./20. Juni 2021 das Gipfelkreuz am Guffert erneuert.


Bürgermeister Helmut Margreiter:

„Wir haben es geschafft!


Am Guffert erstrahlt ein neues Gipfelkreuz. Mit viel Schweiß und großem Einsatz wurden die einzelnen Teile am Samstag in einer großartigen Gemeinschaftsaktion auf den Gipfel getragen, das alte Kreuz abmontiert und das neue Gipfelkreuz in beeindruckender Weise fachmännisch zusammengebaut und aufgestellt. In der Nacht auf Sonntag leuchtete vom Gipfel hell das Sonnwendfeuer. Am Sonntag zelebrierte Diakon Erwin Bachinger eine Gipfelmesse und segnete das neue Gipfelkreuz. Dass hier so viele verschiedene Vereine, Organisationen und Privatpersonen engagiert mitgeholfen haben, zeugt nicht nur vom Zusammenhalt unserer Gemeinde, sondern auch davon, welche Bedeutung der Guffert für die Bevölkerung hat. Diese innige Bindung an den Hausberg und die Berge im Allgemeinen beweist, dass Steinberg am Rofan im heurigen Jahr zu Recht mit dem Prädikat „Tiroler Bergsteigerdorf“ ausgezeichnet wurde.

ALLEN, die organisiert, mitgeholfen, unterstützt, begleitet und gespendet haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!“

neues Gipfelkreuz am Guffert mit allen Helfern

Beitrittsfeier Bergsteigerdorf Steinberg, am 12.09.2021

Steinberg am Rofan ist nun Teil der Bergsteigerdörfer-Familie. Nochmals ALLEN, die zum Gelingen dieses würdigen und sehr stimmigen Beitrittsfestes am Dorfplatz und in der Festhalle angepackt und mitgeholfen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott. Alle Ehren- und Festgäste waren von diesem MITEINANDER tief beeindruckt.


Stimmen zum neuen Bergsteigerdorf Steinberg am Rofan:

Bürgermeister Helmut Margreiter: „Wir sind sehr stolz, dass wir in den erlesenen Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen werden. In einer grandiosen Teamarbeit haben wir diesen Meilenstein für Steinberg geschafft. Das Gütesiegel ‚Bergsteigerdorf‘ ist nicht nur ein Impuls für den örtlichen Tourismus, sondern für uns auch ein Versprechen an die zukünftigen Generationen, das Naturjuwel Steinberg weiterhin zu behüten und zu schützen. Gleichzeitig motiviert es uns, als Bergsteigerdorf zu zeigen, nicht nur Althergebrachtes zu bewahren, sondern dass es auch möglich ist, eine nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes im Einklang mit der Natur voranzutreiben.“


Andreas Ermacora (Präsident des Österreichischen Alpenvereins): „Die Steinberger sind schon lange und aus eigener Motivation am Weg einer umfassenden und nachhaltigen ‚Weiterentwicklung‘ ihrer Gemeinde. Bei diesem Neuzugang zur Initiative kann man ohne Bedenken sagen: nicht nur die Steinberger passen zu den Bergsteigerdörfern – sondern auch die Philosophie der Bergsteigerdörfer passt zum unbeirrbaren Kurs dieser kleinen, aber unheimlich motivierten Gemeinde.“


Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe: „Im heurigen, aber auch schon im vergangenen Sommer haben wir aufgrund der Corona-Maßnahmen festgestellt, dass das Bedürfnis nach Natur viele Menschen in die Tiroler Berge zieht. Wir alle wollen ‚unsere‘ Natur so gut es geht genießen – dazu braucht es ein grundlegendes Verständnis gegenüber unseren Mitmenschen aber vor allem gegenüber unserer alpinen Umwelt. Die Bergsteigerdörfer sind hier schon seit Jahren Vorbilder für einen naturverträglichen und nachhaltigen Tourismus, die unter Einbindung der lokalen Bevölkerung unverbaute Natur- und Kulturlandschaften in den Mittelpunkt des Freizeiterlebnisses stellen. Als Naturschutz- und Nachhaltigkeitslandesrätin freue ich mich, dass sich mit der Aufnahme von Steinberg eine weitere Tiroler Gemeinde diesem erfolgreichen Netzwerk anschließt und sich damit zu diesen Bergsteigerdörfer-Grundwerten bekennt.“


Alenka Smerkolj (Generalsekretärin der Alpenkonvention): „Es ist mir eine Freude, dass Steinberg am Rofan als Bergsteigerdorf ausgezeichnet worden ist. In dieser tollen Natur- und Kulturlandschaft, aber vor allem durch die engagierten Menschen hier, wird die Alpenkonvention erlebt und erlebbar für Besucher.“


Nationalrat Hermann Gahr: „Im Blickwinkel von Klimawandel, Regionalität und Nachhaltigkeit, begrüße ich die Aufnahme von Steinberg am Rofan in die Bergsteigerdörfer. Natur und Landschaft bekommen einen besonderen Stellenwert. Heimische Ressourcen werden nachhaltig und verantwortungsvoll genutzt. Bergwandern, Berggehen und Bergsteigen ist klimafreundlich und klimaschonend. Steinberg am Rofan soll auch in Zukunft ein lebenswertes, traditionelles und vor allem einzigartiges Dorf bleiben. Einheimische und Gäste sollten sich wohlfühlen, Ausgleich und Erholung finden und die herrliche Bergwelt genießen.“


Bürgermeister Josef Bierschneider: „Als Bürgermeister des Bergsteigerdorfes Kreuth freue ich mich sehr, dass wir nun ganz in unserer Nähe mit Steinberg ein weiteres Bergsteigerdorf haben. Dies bietet uns in Zukunft viele Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und für den fachlichen Austausch.“


Martin Tschoner (Geschäftsführer Achensee Tourismus) „Ich freue mich, über das naturnahe, authentische Angebot der Gemeinde Steinberg am Rofan. Zu dieser Positionierung passt die Bezeichnung ‚Bergsteigerdorf‘ und sie ist somit auch in optimalem Einklang mit Tirols Sport & Vital Park. Die Mitarbeiter und Verantwortlichen von Achensee Tourismus gratulieren aus ganzem Herzen.“


Grußworte von Florian Phleps (Geschäftsführer der Tirol Werbung): „Ich freue mich über die Aufnahme von Steinberg am Rofan in den grenzüberschreitenden Kreis der Bergsteigerdörfer, die mit ihrem naturnahen Angebot einen relevanten Teilbereich im Tourismus bedienen. Das kommt Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute und ist ein weiteres Beispiel für eine verantwortungsvolle Entwicklung in unserem Land, die wir auch mit der neuen Tourismusstrategie ‚Der Tiroler Weg‘ verfolgen.“


Bergsteigerdorf-Partnerbetriebe

Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereines, konnte an 9 Betriebe in Steinberg die Partnerbetriebstafel überreichen:

Robert und Alexandra Huber, Das Waldhäusl

Georg und Barbara Gasteiger, Mesnerhof-C

Volker und Claudia Hopp, Ferienhaus Waldeck

Christian und Susanne Ascher, Haus Außerberg

Rudolf und Brunhilde Margreiter, Haus Abendstein

Christian und Conni Hessing, Alpincenter-Rofan und Ferienwohnung Base-Camp

Thomas und Barbara Thumer, Appartements Steinberg

Johann und Johanna Ascher, Außerberg Hütte

Anna Moser, Appartement Silberwald

Partnerbetriebe sind speziell auf die Bedürfnisse des Bergsteiger-Gastes eingestellt und bieten zielgruppenspezifische Serviceleistungen an. Partnerbetriebe sollen die Philosophie der Bergsteigerdörfer transportieren und an ihre Gäste weitergeben, sowohl was das alpintouristische Angebot als auch die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus betrifft. Dafür erfüllen die Betriebe bestimmte Kriterien, welche sowohl die Ausstattung als auch die Servicequalität betreffen. Die Kennzeichnung als Bergsteigerdorf-Partnerbetrieb wiederum ist eine Qualitätsgarantie, dass derartige Betriebe einen Standard erfüllen, welcher den nachhaltigen Alpintourismus in die Praxis umsetzt.

Die neun teilnehmenden Bergsteigerdörfer-Partnerbetriebe sind ab jetzt die ersten Adressen im Dorf und die Visitenkarte des Bergsteigerdorfes Steinberg. Ich wünsche den Partnerbetrieben viel Freude und Erfolg!

Vertreter der Partnerbetriebe mit ihrer Urkunde


Einzelbroschüre Bergsteigerdorf Steinberg

Mit großer Akribie und mit viel Herzblut haben Hedi Saitner und Conni Hessing in den vergangenen Monaten viele Informationen über Steinberg zusammengetragen und diese Informationen mit Text und Bild in Form der Einzelbroschüre festgehalten. Barbara Reitler vom Österreichischen Alpenverein hat dem Werk noch den Feinschliff verpasst und für den Druck vorbereitet. Ein großes Dankeschön an Hedi und Conni für die Erstellung der Einzelbroschüre!


Fremdenbuch Gasthaus Kirchenwirt

Beim Abbruch des Gasthauses Kirchenwirt im Sommer 2001 konnte Brunhilde Margreiter das alte Fremdenbuch des Gasthauses Kirchenwirt retten und hat es bis heute gehegt und gepflegt. Hedi und Uli Saitner hatten vor einigen Monaten die Idee, von diesem historischen Zeitdokument ein Faksimile, eine Reproduktion, herzustellen. Im Rahmen der Bergsteigerdorf-Beitrittsfeier stellte Bürgermeister Helmut Margreiter diese historische Rarität vor. Das Original-Fremdenbuch vom Gasthaus Kirchenwirt wird zukünftig im Gemeindehaus in einer Vitrine ausgestellt. Der Nachdruck dieses historischen Werkes kann im Gemeindeamt Steinberg um € 25,-- käuflich erworben werden. Ein großes Dankeschön an Brunhilde Margreiter für die Rettung dieser zeitgeschichtlichen Quelle sowie an Hedi Saitner und Conni Hessing für die Aufbereitung und Erstellung der Reproduktion!


HIER Bildergalerie Beitrittsfeier


Info Bergsteigerdörfer

Bergsteigerdörfer liegen meist abseits großer Zentren oder versteckt in einem Talschluss und gelten unter den Bergfreunden und Alpinisten meist als wahre Geheimtipps. „In ein Bergsteigerdorf kommst du nicht zufällig,“ meinte kürzlich Ludwig Wolf, Altbürgermeister von Johnsbach im Gesäuse und ein wichtiger Unterstützer der Initiative Bergsteigerdörfer.
Auch die Auswahl der Bergsteigerdörfer erfolgt nicht zufällig – landschaftliche Reize, alpinistisch interessante Gebiete und eine intakte Kultur- und Naturlandschaft, die nicht durch große technische Verbauungen gestört ist, gehören ebenso zu den Aufnahmekriterien wie das Engagement der lokalen Bevölkerung, sich für eine nachhaltige und naturverträgliche Gemeinde- und Tourismusentwicklung einzusetzen.


Neue Bergsteigerdörfer 2021 – Ausweitung bis ans Mittelmeer

Nach den positiv beurteilten Bewerbungen vor dem internationalen Gremium freuen wir uns auf sechs Neuzugänge in Österreich, Italien und erstmals auch der Schweiz. Die Initiative spannt sich nun auch über die Westalpen bis ans Mittelmeer.
Der Österreichische Alpenverein nimmt Göriach im Lungau/Salzburg und Steinberg am Rofan/Nordtirol auf, der Club Alpino Italiano (CAI) übernimmt mit der erfolgreichen Nominierung der Dörfer Balme/Piemont und Triora/Ligurien die Erweiterung in die Westalpen, und mit St. Antönien und Lavin, Guarda & Ardez startet der Schweizer Alpen-Club SAC die Initiative in Graubünden. Im Laufe des Jahres werden alle Kandidaten bei Beitrittsfeiern offiziell in den Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen.


Steinberg am Rofan – Beitritt am 12.09.2021
In einem weiten Talkessel am Fuße des Rofans liegt Steinberg auf 1.015 m Seehöhe, eingebettet zwischen Guffert (2.194 m) im Norden, Hochunnütz (2.075 m) im Westen und den Nordwänden des Rofans im Süden. Der Tiroler Adlerweg führt durch den Ort, der bei Bergfreunden für seine Wander- und Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden beliebt ist. Als Talschluss-Gemeinde hat sich Steinberg bis heute eine einzigartige und unberührte Natur- und Kulturlandschaft erhalten.


Die Zahl der Bergsteigerdörfer steigt damit auf 35 (davon 22 in Österreich, 4 in Deutschland, 5 in Italien – davon 2 in Südtirol, und je 2 in Slowenien und in der Schweiz).


Die Initiative Bergsteigerdörfer

An der Initiative beteiligen sich nun die Alpenvereine aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Südtirol, Italien und der Schweiz. Unterschiedliche Schwerpunkte der Vereine sind in der Initiative vereint:

  • den Bergtourismus in naturverträgliche Bahnen lenken und naturnahen Bergsport fördern
  • abgelegene und strukturschwache Gebiete unterstützen
  • die Alpenvereinsmitglieder für die Schönheit des Einfachen, für landschaftliche und naturräumliche Besonderheiten und naturverträgliches Verhalten zu sensibilisieren (z.B. umweltfreundliche Anreise)


Für die Dörfer besteht der Mehrwert nicht nur in der steigenden Bekanntheit als Bergdestination in Alpenvereinskreisen mit über 2,5 Mio. Alpenvereinsmitgliedern. Sie werden auch in ihrer Ausrichtung auf einen nachhaltigen Tourismus bestärkt, der positive Effekte auf Landwirtschaft, Nahversorgung, Verkehr und Bevölkerungsentwicklungen bringen soll. Im internationalen Netzwerk der Bergsteigerdörfer findet ein stetiger Austausch statt, wie die Dörfer und Regionen ihre Strategien für eine wünschenswerte Zukunft umsetzen.


Bisher sind diese Orte und Regionen Teil der Initiative Bergsteigerdörfer:

Österreich: Ginzling, Großes Walsertal, Grünau im Almtal, Gschnitztal, Hüttschlag im Großarltal, Johnsbach im Gesäuse, Lesachtal, Lunz am See, Mallnitz, Malta, Mauthen, Region Sellraintal, Steinbach am Attersee, Steirische Krakau, St. Jodok, Schmirn- und Valsertal, Tiroler Gailtal, Vent im Ötztal, Villgratental, Weißbach bei Lofer, Zell-Sele

Deutschland: Ramsau b. Berchtesgaden, Sachrang & Schleching, Kreuth

Italien/Südtirol: Matsch, Lungiarü, Val di Zoldo

Slowenien: Jezersko, Luče


Fünf Jahre international – 5 Jahre Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention

2016 wurde mit Ramsau bei Berchtesgaden das erste Bergsteigerdorf außerhalb Österreichs in die Initiative aufgenommen. Über nationale Grenzen hinweg strebt man in der Initiative seitdem nach dem Ziel, nachhaltige Entwicklung im Alpenraum zu fördern – sei es im Bereich Tourismus, im Naturschutz, der Regionalentwicklung, der Berglandwirtschaft u.v.m. Wie eine nachhaltige Entwicklung aussehen soll, ist in der Alpenkonvention geregelt, an der sich die Philosophie der Bergsteigerdörfer orientiert. Seit 5 Jahren sind sie nun offizielles Umsetzungsprojekt dieses völkerrechtlichen Vertrages zwischen den Alpenstaaten.





HIER die Präsentation unsere Bewerbung!


Link zur Website "Bergsteigerdörfer" - Info über die neuen Bergsteigerdörfer 2021